Sie sind hier: Kirche und Erbbegräbnis / Die Kirche

Die Geschichte der Kirche in Zernikow

Foto: U. Blümel 2010
Foto: U. Blümel 2010

Die Zenikower Kirche wurde im 13. Jahrhundert aus Feldsteinen  mit den dafür üblichen kleinen, schmalen Fenstern als Wehrkirche gebaut. Bis heute sind diese im Ostchor erhalten. Über Jahrhunderte hinweg diente die Kirche in unsicheren Zeiten auch als Ort der Zuflucht und Verteidigung vor räuberischen Feinden.
In Jahr 1524 erhielt der Ritter Hans Zernikow aus Neuruppin Gut und Kirche vom Kurfürsten Joachim I. zum Lehen (Kerklehen) als Auszeichnung für besondere Verdienste. Sein letzter Nachkomme verstarb 1659. Er hinterließ einen durch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges hoch verschuldeten Besitz. Die Kirche war völlig ausgebrannt.
Nachdem das Gut in rascher Folge in die Hände wechselnder Eigentümer geraten war, übernahm es um 1700 Hans Ehrentreich von Schöning. Aus der Zeit seines fast dreißigjährigen Wirkens in Zernikow stammen die noch heute genutzte Kirchenglocke und sechs versilberte Wandleuchter. Er und seine Gemahlin, eine geborene von Guerike, verstarben kinderlos im Jahr 1729.