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Die Pappelallee

Pappelalle vor der Fällaktion (Foto: U. Blümel Dezember 2010)
Pappelalle vor der Fällaktion (Foto: U. Blümel Dezember 2010)
Pappelallee aus der Ferne bei Schneefegen (Foto: U. Blümel Dezember 2010)

Wie Taktstriche wirken die Bäume der Pappelallee aus der Ferne. Schlanke Pyramidenpappeln, nicht von ungefähr als die Zypressen des Nordens bezeichnet, und dazwischen Hybridpappeln erzielen eine ungewöhnliche Raumwirkung, die besonders aus der Ferne besonders eindrucksvoll ist. Zwischen den Pappeln wachsen vor allem Wildrosen,  eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna Jacq.) und Schlehen (Prunus spinosa), die im Frühjahr und Herbst durch ihre Blüten und Früchte die Strenge der Bäume auflockern. In den Kronen der Hybridpappeln wachsen unzählige Misteln, die besonders im Winter ein interessantes Bild der Gehölze bewirken. Sie bieten aber auch bei Sturm entsprechende Angriffsflächen für den Wind, was oft dazu führt, dass ganze Äste abbrechen. Entsprechend "verstümmelt" sehen daher auch die meisten der verbliebenen Hybridpappeln aus. Ein Teil wurde aus Verkehrssicherungsgründen gefällt und durch Nachpflanzung von Pyramidenpappeln im Zuge der Strassenerneuerung 2005 ersetzt. Dadurch konnte das Gesamtbild der Allee deutlich aufgewertet werden. Ursprünglich befand sich an Stelle der Strasse nur ein einfacher Sandweg., der einst von Birken gesäumt worden sein soll. Erst mit dem Bau der Betondecke zu DDR-Zeiten wurde die Strasse zur Hauptverbindung zum Dorf, von der Landesstrasse aus Menz oder Großwoltersdorf kommend. Bis dahin wurden die Buchen- und die Weißbuchen-Ulmenallee als Hauptverbindungswege genutzt, auch wenn es heute nur schwer vorstellbar ist, dass dort einmal Busse fahren konnten.

Anfang 2011 wurden einige der alten Pyramidenpappeln gefällt, da ihre Standsicherheit nicht mehr gegeben sein sollte. Verblieben sind leider weniger als zehn dieser Bäume. Bereits im Herbst 2010 wurden Linden in der Allee gepflanzt - erklären kann man das nicht...