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Die Lindenallee

Blick vom Dorf aus (Foto: U. Blümel, Dezember 2010)
Blick vom Dorf aus (Foto: U. Blümel, Dezember 2010)

Als wahrgewordener Sommertagstraum bietet sich die Lindenallee dar und besticht vor allem durch ihre Homogenität und Geschlossenheit der Baumreihen. Man durchschreitet sie selbst am besten vom Ortsteil Kelkendorf kommend in ihrer ganzen Länge und lässt sich von ihrer besonderen Atmosphäre einfangen: 50 Lindenpaare im Abstand von je 8 m gepflanzt, 400 m lang, hie und da von Lesesteinhaufen am Rand gesäumt, durch kräftigen Stockaustrieb der Bäume hat die Allee Tunnelcharakter. Die Allee endet unvermittelt und ohne Wegefortführung an der Grenze des damaligen Gutslandes, aus heutiger Sicht mitten in der Feldflur. Hier bilden Schlehen, Holunder, Pfaffenhütchen, Eichen und Faulbaum ein Abschlußgehölz. In früherer Zeit bestand eine Wegeverbindung zur Weißbuchen-Ulmenallee, die aber mit der flächenhaften Bewirtschaftung der Ackerflächen verschwunden ist. Zu erkennen ist auch, dass die Linden vor langer Zeit mal einen Kopfschnitt erhalten haben. Dadurch ist der natürliche Kronenaufbau nicht mehr gegeben und es besteht die Gefahr, dass einzelne Äste herausbrechen können, was bereits vereinzelt schon geschehen ist. Der alte Baumbestand bietet vielen Vögeln günstige Brutgelegenheiten.  Zur Zeit der Blüte erfüllt das Summen tausender Bienen die Luft und verleiht der Allee damit einen besonderen Charme. Die Imker aus der Umgebung bieten den köstlichen Lindenhonig zum Verkauf an (z.B. auf Gut Zernikow).