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Die Kastanienallee

In der Kastanienallee (Foto: U. Blümel Dezember 2010)
Kastanie ((Foto: U. Blümel Dezember 2010)
Kastanienalle bei Sonnenuntergang (Foto: U. Blümel Dezember 2010)

Die Kastanienallee bildete vormals den räumlichen Abschluß des englischen Parks. Heute nur noch in Teilen erlebbar, bieten die mächtigen Roßkastanien vor allen Dingen während der Blütezeit ein herrliches Bild. Die Allee verläuft vom südlichen Teil des Kirchhofs zur Lindenallee. Durch eine Windhose im Jahr 1991 wurden zahlreiche Bäume stark geschädigt, einige wenige 1992 durch Neupflanzungen ersetzt. Insgesamt ist der Baumbestand jedoch überaltert und droht, auch durch fehlende Mittel für Pflegeschnitte, weiter zu verfallen. Seit dem erstmaligen Auftreten der Kastanienmoniermotte Anfang dieses Jahrhunderts bietet die Allee ab Sommer einen traurigen Anblick, da die Blätter welk werden und schon vorzeitig abfallen. Maßnahmen zum Einsammeln des befallenen Laubs im Herbst brachten nur zeitweise Erleichterung. Besonders stark sind die Schäden in trockenen Sommern, so wie sie in den letzten Jahren häufiger aufgetreten sind. Das Jahr 2009 hat aber gezeigt, dass Laubsammeln in Verbindung mit günstigen Wetterverhältnissen zu einer deutlichen Erholung der Bäume führen.

Unterstützt durch eine finanzielle Zuwendung der Jagdgenossenschaft Zernikow I wurden im Herbst 2010 Lücken in der Allee durch das Pflanzen von Jungbäumen geschlossen. Es war vorgesehen, dafür die rotblühende Roßkastanie zu verwenden, die bekanntlich viel weniger anfällig für die Kastanienmoniermotte ist. Mit diesem Vorschlag konnte sich jedoch die zuständige Denkmalschutzbehörde nicht anfreunden. So wurden also weißblühende Bäume nachgepflanzt.