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Die Buchenallee

Dezember 2010 (Foto: U. Blümel)
Dezember 2010 (Foto: U. Blümel)

Die etwa zwei Kilometer lange Buchenallee ist ein ausgewiesenes Naturdenkmal und nach dem Brandenburgischen Naturschutzgesetz geschützt. Sie wurde früher als Verbindungsweg nach Menz genutzt. Heute führt ein Abschnitt des Polzowradweges (Seilershof - Menz) alternaiv zur Strasse dort entlang.
Die Allee geht auf Verschönerungsmaßnahmen seitens Fredersdorf oder von Labes zurück und dürfte etwa 250 Jahre alt sein. Die knorrigen alten Stämme der Rotbuchen, Stieleichen, des Spitz- und Bergahorns, der Eschen, Pappeln, Ulmen, Weißbuchen, Traubenkirschen, Wildapfelbäume und Birken stehen in weitem Abstand, wodurch ihr Habitus sehr gut zur Geltung lommt. Viele Lesesteinhaufen, z.T. von Schlehen, Holunder, und Wildrosen überwachsen, runden das Bild ab. Zahlreiche Totholzbestände, die Greifvögeln als Ansitzwarte gedient haben, wurden in den 90-ziger Jahren ebenso entfernt, wie viele auf die Ackerflächen überhängende Äste. Hierdurch hat die Buchenallee leider viel von ihrem malerischen Wert verloren. Inzwischen wurden auch die Mitte der 90-ger Jahre nachgepflanzten Buchen wieder freigeschnitten, so dass zumindestens ein Teil von ihnen gute Aussichten hat, mal zu einem stattlichen Baum heranzuwachsen.

Besonderen Schutz verdient die Buchenallee auch dadurch, dass es hier ein lokales Vorkommen des streng geschützten Eremiten gibt, ein heimischer Käfer dessen Lebensraum an das Vorhandensein von Totholz gebunden ist. Nähere Informationen dazu kann man auch den beiden Informationstafeln entnehmen, die an beiden Enden der Allee durch den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land aufgestellt wurden.